Eine Zeremonie für den Ritterschlag

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Ein paar Worte vorab

Einen jungen Mann bzw. eine junge Frau zum „Ritter“ zu befördern kann im schnell und praktisch im Vorübergehen geschehen. „Kniet nieder“ Zwei Schläge mit dem Schwert auf die Schultern, gefolgt von einem „Erhebt Euch, Ritter …“ Ganz klar: Etwas feierlicher gestaltet macht es allen Beteiligten mehr Spaß und bietet auch unbeteiligten Zuschauern etwas Schönes zum Zuschauen. Ein Moment, von dem man auch nach den Enkeln gerne noch erzählt.

Das nachfolgende Manuskript gibt Ablauf und Worte einer Zeremonie wieder, mit dem ein Mann aus dem „Landgrafthum von Hessen-Homburg“ zum „Ritter“ geschlagen wurde. Zum anderen sollten sowohl der zukünftige „Ritter“ als auch die anderen geladenen Gäste ein deutliches Gefühl dafür bekommen, was Ritter sein bedeuten kann, worin eine ritterliche Kultur besteht und was zu ritterlichen Umgangsformen gehören könnte. Eng mit den weltlichen Belangen verbunden ist dabei auch der religiöse Hintergrund, der bei unserer Gruppe gebildet wird. Entsprechend enthält der Text, neben einem Gebet um den Segen, auch immer wieder Anspielungen auf das Verhältnis von Herren, wie es die Manifeste vorgeben.

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Begrüßung der wohlgeborenen Gäste

Ihr edlen Damen, Ihr edlen Herren, seid willkommen an diesem Tag. Es ist eine große Freude, dass Ihr gefolgt seid der Einladung, diesem „Ritterschlag“ beizuwohnen. Geladen seid Ihr sowohl als Zeugen, die die Richtigkeit des Tuns prüfen und bestätigen mögen. Aber auch als Freunde, die in ritterlicher Weise einen jungen Edelmann unter sich aufnehmen und als einen der ihren willkommen heißen.

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Gebet um Segen für den Ritterschlag

Oh Einer. Unter den Starken, Mutigen und Tapferen erwählst Du die Herren. Denn allein die Starken, Mutigen und Tapferen können den Schwachen und Hilfebedürftigen Schirm und Schutz sein, wenn Not und Gefahr am größten sind. Heute haben wir uns in Deinem Namen versammelt, um einen Mann zu ehren, den Du Zum Herren auserwählt hast. Zum Zeichen seiner Berufung soll er mit dem Titel des Ritters belegt werden. Wir bitten Dich: Lasse Dein Auge mit Wohlgefallen auf ihm ruhen. Lasse ihm Deinen Ratschluss in finsteren Stunden zum Licht werden, dass ihm den Weg weist. Auf dass er niemals verzage, die ihm anvertrauten Knechte vor allem Bösen bewahre, und als Dein Diener Deinen Ruhm vermehre.

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Woran man einen wahren Ritter erkenne

Wir wollen nun Wolf Dieter Deutschmann zu einem „Ritters des Landgrafthum von Hessen-Homburg“ vorschlagen. Doch was ist ein Ritter? Was zeichnet ihn aus? Woran sollen wir ihn messen dürfen? Und woran wird ihn der Eine messen, wenn der Ritter vor Seiner Seelenwaage steht?

Ein Ritter muss stets bewahren seine Ehre. Nichts Unehrenhaftes wird ein wahrer Ritter tun. Weder selbstsüchtigen Vorteil im Kampf, noch unrechtmäßiges Gut, noch unwahres Wort wird er dulden.

Treu sei das Wesen des Ritters. Loyal sei er gegen seine Bundgenossen. Wahrhaftig sei sein Eid zu jeder Zeit.

Mannhaft und mutig soll er sein. Im Kampf streitet niemand so tapfer als er. Er wird sich nicht scheuen, auch das eigene Leben einzusetzen, um die Schlacht für seine Seite zu entscheiden.

Doch auch Höflichkeit und Zucht soll der „Ritter“ besitzen. Dass er sich durch feines Betragen und gesitteten Umgang auszeichne, besonders gegenüber den Damen.

Ein Ritter pflege auch die Schönheit seiner Gestalt und seines Äußeren, damit er sofort als Herr – vom einen zum Herrschen bestimmt – zu erkennen sei.

Ein Ritter soll stets das rechte Maß halten, denn nur so wird er richtiges und gutes Handeln erreichen, und den wohlgefälligen Weg zwischen Übertreibung und Untätigkeit finden.

Schließlich Sei der Ritter auch milde, großzügig und barmherzig. Das selbstsüchtige Anhäufen von Reichtum sei ihm fremd. Er sorge für seine Anbefohlenen und lindere Not, wo er sie finde.

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Ritterlicher Eid

Wolf Dieter Deutschmann. Ihr habt Euch hier eingefunden, um die Würde eines „Ritters des Landgrafthum von Hessen-Homburg“ zu erhalten. Gleichwohl haben sich hier weitere hohe Herrschaften von edlem Stande eingefunden um zu sehen und zu bestätigen, dass diese Zeremonie mit der gebotenen Ordnung gehandhabt werde.

Es ist nun der Moment, wo Ihr Eure ritterlichen Absichten vor dem Einen und diesen Zeugen mit Eurem Schwur bestätigen sollt.

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Ich frage Euch:

Seid Ihr bereit, dem „Landgrafthum von Hessen-Homburg“ als „Ritter“ mit ganzer Kraft und ganzem Herzen zu dienen?

  1. Seid Ihr willens, die heiligen Manifeste des Einen zu achten, zu ehren und nach ihnen zu leben?
  2. Seid Ihr bereit, für Eure Ehre mannhaft einzustehen und sie von jedem Zweifel reinzuhalten?
  3. Seid Ihr bereit, in der Schlacht mit allem Mut und aller Tapferkeit zu kämpfen, und auch den
    Einsatz Eures Lebens nicht zu scheuen?
  4. Werdet Ihr Euch üben in rechter Höflichkeit, Bescheidenheit und weiser Beherrschung Eurer selbst? Werdet Ihr einstehen für Eure Anbefohlenen, die Schwachen stützen und die Not der Leidenden lindern?
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Ritterschlag

Empfanget nun den letzten Schlag, den Ihr unerwidert hinnehmen müsst.

Doch wer Euch von nun an also schlaget, den lasst Euren ritterlichen Zorn spüren.

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Verlesung der Lehnsurkunde

Ich der „Graf von Hessen-Homburg“ bestätigt durch Mund und Hand ich bekennen Kraft dieses Dokuments für Uns und Unserer Nachkommen das Folgende.

Er sei über allem verpflichtet, vor Uns und dem Einen einzustehen für alle Rechte und Pflichten, die zufolge der heiligen Manifeste vom Schutz und vom Gehorsam erwachsen

Um der treuen und tapferen Dienste, des „Landgrafthum von Hessen-Homburg“ zu führen.

Erhebt Euch, „Ritter Wolf Dieter Deutschmann“ Ihr seid nun ein Teil des „Landgrafthums von Hessen-Homburg“. Leget nun ab Euer Keusches Gewand, welches dem bescheidenen Büßer wohl ansteht. Aber ein Ritter vor dem Einen darf mit Stolz und Ehre die Zeichen tragen, die seinem Stand gebühren.

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Das Wappen

Das Wappen steht für den Ruhm des Ritters, ob edel oder verdorben. Zugleich steht das Wappen für die Ehre und die Pflicht, das Land und Euren Herrn zu verteidigen. So wie ein Wappen einen Edelmann über die gemeinen Menschen erhebt, so trifft ihn härter noch als diesen die Schande, wenn er versagt, als auch die Schande der Treulosigkeit und des Verrats.

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Das Schwert

Das Schwert ist von alters her das Symbol des wahren Ritters. So wie das wachsame Auge des Einen Seine Gläubigen schützt, so steht es auch dem Ritter an, die Feinde des Einen mit dem Schwert zu besiegen und zu vernichten. Und so wie Ritterlichkeit auch Gerechtigkeit bedeutet, so ist das Schwert des Ritters zweischneidig. Denn es dient dem Erhalt von Ritterlichkeit und Gerechtigkeit. Dient mit der Stärke des Schwertes Eurem Herrn, wie Ihr auch dem Einen dient. Und schirmt also eure anbefohlenen Knechte, wie Euch das Auge des Einen schirmt.